Tauchgebiet

Die Pier der Tauchbasis
Der Bootsanleger direkt vor der Tauchbasis des Skottevik FerieSenter ist nicht nur deshalb empfehlenswert, weil er so einfach zu erreichen ist. Vielmehr erlaubt er ein unbeschwertes Tauchen unter relativ einfachen Bedingungen. Man sieht dort bei einem Tauchgang fast genauso viel, wie bei einem der Tauchplätze, die bei einer Bootstour angefahren werden. Die erreichbaren Wassertiefen liegen an dieser Stelle zwischen 4 und etwa 20 Metern. Am besten, Sie wenden sich von der Pier aus nach links und folgen der Felswand. Die Felswand ist dicht mit Braunalgen überwachsen, die sich in der leichten Dünung wiegen. Dazwischen findet man Seesterne und zwischen den Steinen versteckt dicke Taschenkrebse. Sogar einigen Hummern kann man hier begegnen.

Ab und zu wabert eine mächtige Meduse vorbei und zeigt die volle Schönheit der Quallen der nördlichen Meere. Bei einem Nachttauchgang können Sie im Licht der Tauchlampe auch kleine, fast durchsichtige, sehr zarte Gebilde im Wasser treibend entdecken – die für nördliche Meere so typische Rippenqualle. Einige Arten können mittels Biolumineszenz Licht erzeugen. Keine Angst – sie ist völlig harmlos. Weiter draußen wird es interessant, auch mal einen Blick auf die wie riesige Bowlingkugeln auf dem Meeresgrund verstreut liegenden rundlichen Felsbrocken zu werfen. Sie sind zumeist schön bewachsen und bieten einigen marinen Lebewesen Zuflucht. Dazwischen finden Sie, vor allem tagsüber, alle erdenklichen Arten von Plattfischen im Sand versteckt.
Wenn Sie auf diese Weise die Bucht durchqueren, können Sie auf dem Rückweg die gegenüberliegende Felswand in Augenschein nehmen.

Høye Anteskjaer – die große Steilwand
Man sieht der kleinen Schäreninsel nicht an, was sie verbirgt. Kaum folgt man der vom Ankerplatz aus der Felsformation nach rechts, liegt sie vor einem – eine der beeindruckendsten Steilwände der näheren Umgebung. Sie reicht bis in 48 Metern Tiefe um dann in einen flachen Seeboden überzugehen. Der Blick von unten nach oben wirkt bedrohlich, aber man muss ja nicht bis ganz nach unten tauchen... Die Wand ist bis auf einige Tote Manns Hände fast kahl und glatt. Fast könnte man glauben, es wäre die Bordwand eines riesigen Wracks.

Man sollte es keinesfalls versäumen, den Blick in das freie Wasser zu wenden, denn dort bilden sich manchmal Schwärme der größeren, im Freiwasser lebenden Fische wie Dorsche, Pollacks, Makrelen, Seelachse oder Lengfische. Verschlucken Sie bitte nicht ihren Atemregler vor Schreck, wenn Sie dort bei der Wand plötzlich einem Seewolf oder Steinbeißer ins Angesicht schauen. Das Ende des Tauchgangs kann man dann an der Oberkante der Wand verbringen, die dort wunderschön bewachsen ist und reichlich Gelegenheit für gelungene Fotos bietet. Zwischen den Braunalgen ist auch an diesem Tauchplatz ein wirklich sehenswertes Biotop entstanden.

Flate Anteskjaer – die kleine Steilwand
An diesem Tauchplatz kann man zur Steilwand oder ins flache Wasser tauchen. Der Tauchgang zur „kleinen Steilwand“ ist der Schönere. Die Wand ist stellenweise dicht mit der Tote Manns Hand und mit Seeanemonen bewachsen. Sie geht nach etwa 22 Metern in einen Flachen Sandboden über, der es aber in sich hat – Plattfische aller Art fliehen erst in letzter Sekunde vor dem Taucher. Beinahe kugelförmige Felsbrocken liegen hier verteilt, als hätte hier ein Riese Murmeln gespielt. Zum Teil sind sie üppig bewachsen. Vereinzelt streichen auch große Exemplare der hier vorkommenden Freiwasserfische wie Dorsch oder Seelachs vorbei. Zwischen den Steinen unterhalb der Steilwand verstecken sich Mengen von Taschenkrebsen und wenn man Glück hat, auch einmal ein mächtiger Hummer. Auch von Congern wurde an diesem Tauchplatz schon berichtet.

Oben bilden die Felsen kleine Canyons die von Braunalgen torbogenartig überwachsen werden. Dazwischen finden sich Seeanemonen, die hier überall vorkommende Tote Manns Hand, Krebse, die drollig über die Felsen staksen und etliche, beinahe tropisch wirkende bunte Fische. Mit etwas Glück findet man hier auch mal einen Seeteufel, der beinahe wie ein Anglerfisch, mit seinen beweglichen Flossenstrahlen kleinere Fische direkt vor sein Maul lockt, um sie dann mit einem kräftigen Wassersog zu verschlingen. Die Sichtweiten sind an diesem Tauchplatz häufig besonders gut.